Plakat: WÄHLT VAN DER LUBBE!

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Plakat: WÄHLT VAN DER LUBBE!

 

Etwas, das Fehlt

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Etwas, das Fehlt

Vor einigen Jahrzehnten, anlässlich der Unruhen, die in Brixton in England ausbrachen, fanden sich einige Kameraden inmitten des Sturmes wieder. Die Konfrontationen fanden genau vor ihrem Haus statt. Was hätten sie anderes tun können, als auf die Strasse zu gehen, um sich mit den Revoltierenden zu vereinen? Dies ist auch, was sie zu tun versuchten, aber ohne Erfolg. Denn die Revoltierenden wiesen sie unhöflich ab. Anarchisten? Und wer sind die? Was wollen die? Die sind nicht von uns, die sprechen nicht dieselbe Sprache wie wir, die haben nicht dieselbe Hautfarbe wie wir, die tragen nicht dieselben Kleider wie wir, die haben nicht dieselben Verhaltenscodes wie wir. Vor dem Ausbrechen blinder und heftiger Unruhen genügt es nicht, Anarchisten zu sein, um in der ersten Reihe zu stehen.

Blanqui oder der staatliche Aufstand

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Blanqui oder der staatliche Aufstand

Louis Auguste Blanqui (1805-1881) hat uns höchstens einen Slogan und ein Buch hinterlassen. Ersteres, Ni Dieu, Ni Maître (Weder Gott noch Meister), wurde auch der Name einer Zeitschrift, die er im November 1880, einige Monate vor seinem Tod, gründete. Letzteres ist das faszinierende L’eternité à travers les astres, méditiations sur l’existence de mondes parallèles et le retour éternel (Die Ewigkeit durch die Sterne, Ansichten über das Bestehen von parallelen Welten und die ewige Wiederkehr).

Wir sind die 1%

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Wir sind die 1%

Wir haben euch gesehen. Wir haben euch gehört. Heutzutage seid ihr überall. Wir wissen wer ihr seid. Die 99%, die gegen die Exzesse des Kapitalismus und die Missbräuche des Staates protestieren. Ihr seid die 99%, die Wahlreformen, soziale Alternativen, ökonomische Subventionen und politische Maßnahmen fordern. Ihr seid die 99%, die Angst haben ihre Zukunft zu verlieren, nicht länger im Stande zu sein zu leben, wie ihr es bis jetzt getan habt: einen Job, ein Gehalt, eine Hypothek, eine Pension. Im schlechtesten Fall überleben und im besten Fall eine Karriere. Das fordert ihr.

Brief an die anarchistische Galaxie

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Brief an die anarchistische Galaxie

Ohne Einladung, dringen wir mit diesem Brief in eine Debatte ein, die nicht die unsere ist. Eine Debatte, die nie die unsere sein wird, da sie sich auf einem Terrain abspielt, das uns für die Suche nach aufständischen Perspektiven und damit einhergehenden anarchistischen Ideen und Aktivitäten unfruchtbar scheint. Aber wieso dann, könnte man sich fragen, einen solchen Brief verfassen?

Was ist Terrorismus ?

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Was ist Terrorismus?

Maré Almani

Sich zu fragen, was denn Terrorismus ist, ist eine der Fragen, die sich zu stellen unnütz erscheinen, denn es ist klar, dass man eine eindeutige Antwort erhalten wird. Doch in Realität – wenn man sie genau formuliert –, ruft sie erstaunliche Reaktionen hervor. Die Antworten sind tatsächlich stehts verschieden und widersprüchlich. «Der Terrorismus, das ist die Gewalt jener, die den Staat bekämpfen» sagen die Einen; «Terrorismus ist die Gewalt des Staates» sagen die Andern; «aber nein, Terrorismus ist jegliche gewalttätige politische Handlung, woher auch immer sie kommt» erwidern die Letzten. Ganz zu schweigen von den Debatten die sich eröffnen angesichts der Unterscheidungen, in Bezug auf die Art und Weise: Zum Beispiel, ist der Terrorismus einzig Gewalt gegen Personen oder auch gegen Dinge? Muss er unbedingt durch politische Forderungen motiviert sein oder charaktarisiert er sich ausschliesslich durch die Panik, die er verbreitet?

Zehn Dolchstiche gegen die Politik

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Zehn Dolchstiche gegen die Politik

Politik ist die Kunst der Separation. Da, wo das Leben seine Fülle verloren hat, wo das Denken und Handeln der Individuen unterteilt, katalogisiert und in separierten Sphären eingeschlossen wird, da beginnt die Politik. Indem sie gewisse Aktivitäten (die Diskussion, der Konflikt, die gemeinsame Entscheidung, die Abmachung) von den Individuen in eine Zone entfernt, die sie regieren will, ist die Politik, aufgrund ihrer Unabhängigkeit, gleichzeitig eine Separation unter den Separationen und hierarchische Verwaltung dieser Trennung.

Die Utopie

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Die Utopie

Schon seit längerer Zeit will ich etwas über gewisse Themen schreiben und nachdem ich einige Texte gelesen habe, glaube ich zu verstehen, dass das jene worüber ich schreiben will, ein Gefühl ist das auch bei anderen Gefährten anwesend ist.

Affinität

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Affinität

Alfredo M. Bonanno

Unter anarchistischen Kameraden herrscht ein ambivalentes Verhältnis zur Frage der Organisation.
Die beiden Extreme bilden einerseits die Annahme einer permanenten Struktur, die ein genau umrissenes Programm, zur Verfügung stehende Mittel (wenn auch wenige), und eine Unterteilung in „Kommissionen“ hat; und andererseits die Zurückweisung jedes stabilen und strukturierten Zusammenhangs, selbst für kurze Phasen.

Das Drahtseil

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Das Drahtseil

Während im Val Susa das Gefecht tobt, zwischen den zur Verteidigung der Freien Republik von Maddalena herbeigeeilten Freiwilligen und den zur Aufzwingung der Sklavenrepublik von Italien entsendeten Leibwächtern, zerstörte in Rom ein nächtlicher Brand den neuen Steuerungssaal des Bahnhofs von Tiburtina (ein TAV-Knotenpunkt) und setzte den nationalen Eisenbahnverkehr ausser Betrieb.

Wenn das Val Susa ruft…

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Wenn das Val Susa ruft…

…sollte man antworten, daran gibt es keinen Zweifel. Denn seit langem entwickelte sich kein derart breiter Konflikt zwischen einer ganzen Bevölkerung und dem Staat. Ein Konflikt, der seit Jahren andauert und den, angesichts der Unmöglichkeit, eine gemeinsame Lösung zu finden, bisher niemand zu schlichten vermochte. Es ist ja nicht so, dass es an Vermittlungs- und Beschwichtigsanwärtern mangeln würde, an diesen braven Leuten, die daran interessiert sind, ein Abkommen zwischen den nationalen Institutionen und den lokalen Bewohnern aufzugleisen.

Die Eroberung der Freiheit. Lybien: Krieg oder Aufstand

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Die Eroberung der Freiheit. Lybien: Krieg oder Aufstand

Die uns durch die offizielle Presse erreichenden Nachrichten über die Lage in Lybien, erzählen uns einzig eine Geschichte des Kriegs. Sie erzählen uns eine Geschichte, die uns erschaudern lässt: Bombardierungen, Tote, Splitterbomben, Verletzte und Flüchtlinge. Ist der Aufstand in Libyen zu einer grossen Schreckensgeschichte geworden? Bleibt jetzt, da sich die Lage verschärft hat, nichts anderes mehr als Krieg?

In offener Feindschaft

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In offener Feindschaft

mit dem Bestehenden seinen Verteidigern und seinen falschen Kritikern



« Jeder kann dem Umherirren in der Sklaverei dessen, was er nicht kennt, ein Ende setzen – und, das Angebot leerer Worte zurückweisend, in offener Feindschaft dem Leben entgegentreten.»
C. Michelstaedter


Das Leben ist nichts anderes, als eine beständige Suche nach etwas, woran man sich festhalten kann. Man steht morgens auf, um sich ein paar Stunden später wieder ins Bett zu legen, wie traurige Pendler zwischen Lustlosigkeit und Müdigkeit. Die Zeit vergeht und treibt uns mit Sporen an, die immer weniger lästig scheinen. Auch die Last der sozialen Pflichten scheint uns nicht mehr den Rücken zu brechen, so dass wir sie überall mit uns tragen. Wir gehorchen, ohne uns noch die Mühe zu machen, ‘Ja‘ zu sagen. Der Tod wird durch das Leben gesühnt, schrieb der Dichter aus einem anderen Schützengraben.

Sie suchen Spitzel; Spucke können sie kriegen

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Sie suchen Spitzel; Spucke können sie kriegen

In den letzten Wochen wurden mehrere Gefährten von zweifelhaften Typen angesprochen oder angerufen, die ihnen ohne Umwege vorschlugen, Informationen über die anachistische Bewegung zu schieben, und sie dazu zu bringen versuchten, Leute zu verraten. Es ist daher nicht auszuschliessen, dass die Wachunde des Staates bereits seit einiger Zeit versuchen, Informanten zu rekrutieren.

Krieg, Katastrophe, Demokratie, Gefängnis - Wir wollen die Revolution

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Krieg, Katastrophe, Demokratie, Gefängnis - Wir wollen die Revolution

In einer Zeit, in der die Worte ihre Bedeutung zu verlieren scheinen und die Sprache der Macht versucht, in all unsere Gespräche einzudringen, halten wir es für umso unentbehrlicher, uns zu bemühen, klare Sprache zu sprechen. Hören wir damit auf, wie Papageie nachzuplappern, was die Zeitungen uns erzählen, was die Fernseher uns zeigen, was die Mächtigen uns weismachen wollen.

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